Starke zweite Halbzeit bringt ersten Auswärtssieg:
VfL gewinnt 33:25 in Ritterhude

Ritterhude/Edewecht. Endlich ist er da, der erste Saisonsieg! Nach zwei zuvor recht unglücklich verlaufenen Partien und lediglich 1:3 Punkten zum Auftakt, konnten die Landesliga-Handballer des VfL Edewecht am Sonntag nun den ersten „Zweier“ einfahren und sich am Ende verdient mit 33:25 (13:13) bei Aufsteiger TuSG Ritterhude durchsetzen.

„Das war schon ein hartes Stück Arbeit, auch wenn das Ergebnis am Ende etwas anderes aussagt“, atmete VfL-Trainer Knut Trepper nach dem Schlusspfiff auch erstmal kräftig durch. In einem kampfbetonten Spiel setzten die Gastgeber den ersatzgeschwächten Gästen (Peters und Roßkamp fehlten, Lüschen und MTrepper konnten nur stark angeschlagen ins Spiel gehen), die ab der 22. Minute zudem noch auf Finn Ole Wiechert wegen einer Roten Karte (Disqualifikation) verzichten mussten, von Beginn an körperlich kräftig zu, womit die spielerisch überlegenen Ammerländer im ersten Durchgang noch so ihre Probleme hatten.

„Dabei kamen wir eigentlich sehr gut ins Spiel“, befand Trepper, der nach einer Viertelstunde und einer Reihe von schön herausgespielten Treffern eine solide 9:5-Führung seiner „Sieben“ festhalten konnte. Eine Umstellung Ritterhude’s brachte dann aber erstaunlicherweise einen Bruch ins Spiel der VfLer, mit dem Trepper nicht gerechnet hätte. „Wir zwingen den Gegner bereits nach einer Viertelstunde dazu, deutlich offensiver zu decken. Doch obwohl das unserer Spielweise eigentlich noch mehr entgegenkommt, hatten wir damit zunächst erstaunliche Probleme“, analysierte der VfL-Coach, der sich ob der zunehmend aggressiveren Deckungsart der Gastgeber aber durchaus auch noch den einen oder anderen Strafwurf mehr für seine Mannen gewünscht hätte.

So schmolz der Vorsprung zur Pause aber dahin und mit dem 13:13-Remis konnten die Gäste ob der eigentlich deutlichen Überlegenheit nicht zufrieden sein. „Die Jungs haben sich dann nochmal eingeschworen und wollten sich nicht, wie in den beiden Spielen zuvor, nochmal die Butter vom Brot nehmen lassen“, so Trepper, der mit dem Anwurf zur zweiten Hälfte auch eine noch konsequenter auf Ballgewinn arbeitende VfL-Deckung sah, die nun immer wieder frühzeitig die Angriffe der Gastgeber abfangen und in schnelle Gegenstöße ummünzen konnte. Davon profitierte insbesondere VfL-Rechtsaußen René Achilles, der insgesamt gleich zwölfmal „einnetzen“ und oftmals auch nur durch ein Foul gebremst werden konnte.

Die Gäste erzielten so gleich die ersten vier Treffer der zweiten Hälfte in Serie und setzten sich in der Folge dann auch zunehmend weiter ab. Die Gastgeber kämpften zwar weiter verbissen und versuchten die dezimierten Gäste, die nach der frühzeitigen Roten Karte nur noch zwei Wechseloptionen zur Verfügung hatten, weiter mit viel Tempo unter Druck zu setzen, doch die VfLer blieben auf der Hut und ließen auch im Rückzugsverhalten nicht mehr nach. „Und wenn wir Ritterhude im Positionsspiel hatten, stand unsere Abwehr nun auch sehr sicher“, freute sich Trepper über den im zweiten Durchgang dann auch souverän herausgespielten Erfolg, der seinen Schützlingen nach der unglücklichen Startphase nun hoffentlich den nötigen Schub für die kommenden Aufgaben geben wird, wenn Ende Oktober nacheinander die Heimspiele gegen Titelasprant Jevr/Schortens und Tabellenführer Altenwalde anstehen.

„Wir werden die dreiwöchige Herbstferienpause nun nochmal richtig nutzen, um ein paar Dinge aufzuarbeiten. Außerdem wird Henrik Peters nach längerer Verletzungspause wieder zurückkehren, was sowohl unserer Abwehr als auch grundsätzlich unserer Personalsituation nochmal enorm weiterhelfen wird“, hofft Trepper, mit der dann folgenden Heimpartie gegen Titelaspirant HG Jever/Schortens, die nach einem klassischen Fehlstart mit 2:6 Punkten bei ihrem Gastspiel am Samstag, den 24.10. bereits ziemlich unter Druck steht, auch zuhause den ersten Saisonsieg einfahren zu können.

War beim 33:25-Auswärtserfolg in Ritterhude gleich zwölfmal erfolgreich: Neuzugang und Rechtsaußen René Achilles


Statistik:

Aufstellungen:

TuSG: Tor: Lubczyk, Meng – Feld: Warnke (3), Kühl (1), Hofmann, J. Brandt (5/1), Schumacher, Benter (2), Bothe, Brinkmann, Gugliotta (1), Czernek (2), Kunst (2)

VfL: Tor: Röder (1.HZ), Fröhlich (2. HZ) – Feld: Felgner (2), Trosin, Kruse (7), M. Trepper (7/5), Wiechert, Stolle, Lüschen (3), Grüning (2), Achilles (12)

Strafwürfe:

TuSG: 6/7 (Röder wehrt einmal ab) – VfL: 5/6 (M. Trepper scheitert einmal)

Zeitstrafen:

TuSG: 4 – VfL: 1 (Felgner)

Bes. Vorkomnisse:

TuSG: Rote Karte (Disqualifikation) gegen Kretschmer nach Foulspiel an M. Trepper (38.)

VfL: Rote Karte (Disqualifikation) gegen Wiechert nach Foulspiel an J. Brandt (22.)

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