VfL verliert erstmals seit mehr als 1 1/2 Jahren wieder ein Heimspiel – Zu viele technische Fehler verhindern durchaus möglichen Erfolg

Edewecht. Eine schmerzliche, weil erneut vermeidbare Niederlage, mussten Edewechts Landesliga-Handballer am gestrigen Samstag vor heimischen Publikum hinnehmen. Gegen einen zugegebenermaßen starken Tabellenzweiten aus Altenwalde setzte es mit dem 26:28 (9:11) nicht nur die bereits zweite Niederlage im vierten Saisonspiel für den VfL, die Gastgeber mussten nach mehr als eineinhalb Jahren auch wieder einmal in eine Heimniederlage einwilligen.
„Wir haben uns leider wieder einmal selbst geschlagen“, fasste VfL-Trainer Knut Trepper direkt nach dem Schlusspfiff die Partie zusammen und wies dabei insbesondere auf die vielen technischen Fehler im Angriffsspiel hin. „Unsere Wurfquote war eigentlich ganz ok, auf dem Weg zum Tor produzieren wir aber zu viele Fehler“, analysierte Trepper weiter.
In einer von Anfang bis zum Schlusspfiff auf Augenhöhe geführten Partie konnten sich die Gastgeber nach wechselnden Führungen beim 9:7 (23.) als erstes Team auf zwei Treffer Differenz absetzen, blieben in der Folge aber fast zehn Minuten ohne eigenen Treffer und mussten die Gäste, u.a. auch bedingt durch zwei technische Fehler in Unterzahl, die der TSV mit Treffern ins leere Edewechter Tor bestrafte, bis auf 9:11 zur Pause davonziehen lassen.
Dennoch gelang es den Gastgebern nach dem Wechsel und einem zunächst weiteren Gegentreffer zum 9:12 (32.) nach und nach wieder Tuchfühlung zu den Cuxhavenern aufzunehmen. „Wir haben im Angriff ein wenig umgestellt und mehr Übergänge in eine 4-2-Formation gespielt, was zunächst auch gut funktionierte“, so Trepper, dessen Team sich bis zur 42. Minute wieder auf 15:15 herankämpfen und beim 18:17 (45.) sogar nochmals in Führung gehen konnte.
Beim Stand von 19:19 (47.) folgte der zweite Knackpunkt der Partie. Innerhalb von drei Minuten produzierten die Gastgeber vier Abspiel- oder technische Fehler vor der gegnerischen Deckung, die die routinierten Gäste sofort mit schnellen Gegenstößen zu bestrafen wußten. „Das war schon sehr ärgerlich. Wir hatten uns bis dahin wieder super herangekämpft und eigentlich auch das richtige taktische Konzept, um die Partie in den letzten Minuten nun auf unsere Seite zu ziehen“, trauerte Trepper der vergebenen Chance hinterher.
Mit großer Kampfmoral und einer nochmaligen Umstellung auf eine offensive 3-3-Deckung, gelang es den Gastgebern beim 24:25 (57.) zwar noch einmal in Schlagdistanz zurück zu kommen, doch die Gäste waren nun routiniert genug, um den Ball lange in den eigenen Reihen zu halten und die Uhr herunterzuspielen.
„Hier hätte ich mir schon das eine oder andere Zeitspiel erwünscht gehabt“, so Trepper, dessen Team die Zeit wegrannte und in der letzten Minute mit einer offenen Manndeckung somit alles auf eine Karte setzen musste. Aber statt noch einmal in Ballbesitz zu kommen, um zumindest noch einen auch nicht ganz unverdienten Punkt zu retten, gelang den Gästen mit dem Schlusspfiff der vielumjubelte Siegtreffer zum 26:28.
Bereits zwei Niederlagen nach nur vier Spieltagen und lediglich drei von acht möglichen Punkten – diesen Saisonstart hatten sich die VfLer sicher ganz anders vorgestellt. Und dennoch bleibt man bei den Ammerländern weiterhin positiv: „Wir waren in allen Spielen mindestens auf Augenhöhe, uns hat bisher aber hier und da auch so ein wenig das Spielglück gefehlt. Das werden wir uns durch intensive Trainingsarbeit aber wieder Stück für Stück erarbeiten und uns in den nächsten Partien dann auch sicher wieder mit Punkten belohnen“, gibt sich Trepper abschließend gewohnt kämpferisch. Nächste Gelegenheit bereits am kommenden Samstag (18.00 Uhr) beim Aufsteiger HSG MoIn Wesermarsch.
Statistik:
Aufstellungen:
VfL: Tor: Röder (1. – 49.), Fröhlich (49. – 60.) – Feld: Roßkamp, Felgner (6), Trosin (1), Kruse (5), Max Trepper (6/2), Bokelmann (2/2), Wiechert, Stolle, Lüschen, Grüning (3), Achilles (3).
TSV: Tor: Schriefer, Kluge – Feld: Redlin (2), Bergerhoff (2), Neu (8), L. Tiedemann, Rosenberg (4/3), Burgdorf (4), Ruppelt (3), Ahl (2), Schneider (1), Giesche (2), T. Tiedemann.
Strafwürfe:
VfL: 4/5 (M. Trepper setzt einen Aufsetzer über das Tor) – TSV: 3/3
Zeitstrafen:
VfL: 3 (Felgner, Kruse Wiechert) – TSV: 5 (Neu 2, Burgdorf, Ruppelt, Schneider)