LANDESLIGA Kleiner VfL-Kader erkämpft 24:22-Erfolg in Bremen – Nur noch zwei Punkte hinter Platz zwei
Jetzt wird es tatsächlich noch einmal richtig spannend an der Tabellenspitze der Handball-Landesliga. Sowohl der VfL Edewecht (jetzt 32:16 Punkte) als auch die SG FriPe (31:17) blieben in ihren jeweiligen Nachholspielen am Sonntag auswärts siegreich und besitzen zwei Spieltage vor Saisonende bei zwei bzw. drei Punkten Rückstand auf den Tabellenzweiten aus Jever (34:14) somit weiterhin die Chance, die Vizemeisterschaft und die damit verbundene Aufstiegsrelegation zur Verbandsliga zu erreichen. Am kommenden Samstag kommt es nun zum mit Spannung erwarteten Duell zwischen Jever und FriPe, bei dem auch die Edewechter dem Gemeindenachbarn sicher die Daumen drücken werden.

Edewecht. Die Landesliga-Handballer des VfL Edewecht reiten weiter auf einer Erfolgswelle und sorgen mit dem fünften Sieg in Folge und einen am Ende verdienten 24:22 (16:10) – Auswärtserfolg im Nachholspiel bei der SG Buntentor-Neustadt zwei Spieltage vor dem Saisonende noch einmal für richtig Spannung an der Tabellenspitze.
„Unser primäres Ziel Klassenerhalt ist seit ein paar Wochen erreicht, wir können komplett ohne Druck aufspielen“, frohlockte VfL-Trainer Knut Trepper nach dem am Ende noch hart umkämpften 24:22-Arbeitssieg seiner Schützlinge beim Tabellenachten, zu dem die Edewechter zwar ohne Routinier Bokelmann und Abwehrchef Peters und erneut nur mit einem kleinen Kader antreten konnten, aber von Beginn an soviel Spielfreude zeigten, dass sie den noch um den Klassenerhalt kämpfenden Bremer in der ersten Halbzeit nach Belieben „herspielten“.
„Das war in der ersten Halbzeit wie aus einem Guß“, ärgerte sich Trepper lediglich über gleich sieben freistehend vergebenen Großchancen noch vor der Pause, „sonst wäre die Partie womöglich schon zur Halbzeit für uns entschieden gewesen“, mutmaßte Trepper.
Bis Mitte der zweiten Halbzeit konnten die Gäste den beruhigenden Halbzeitvorsprung noch transportieren (21:15, 43.), nachdem aber zunächst Abwehrchef Laurenz Felgner seine zweite Zeitstrafe kassierte und sich anschließend Fred Nadzyn am rechten Knöchel verletzte, kam ein Bruch ins Edewechter Spiel, da das bis dato sehr gut funktionierende Agieren mit vier Rückraumspielern mangels Alternativen nun nicht mehr praktiziert werden konnte. Angesichts des vollen Kaders der heimstarken Gastgeber und der nun sowohl schwindenden Wechselmöglichkeiten als auch Kräfte des kleinen VfL-Kaders, schrumpfte der Vorsprung daher zusehends – doch er fiel nicht.
Trepper stellte nach fünf SG-Treffern in Folge (20:21, 52.) noch einmal auf das zuvor gewohnt starke Abwehrbollwerk um, wechselt noch einmal auf der Torhüterposition und die VfL-Deckung schaffte es, den Lauf der Gastgeber zu stoppen und ließen nur noch zwei Gegentreffer in den letzten neun Minuten zu.
„Zu einem strukturierten Angriffsaufbau waren wir aufgrund der Ausfälle und des Kräfteverschleisses unseres kleinen Kaders ehrlicherweise in den letzten Minuten nicht mehr in der Lage – also mussten wir unseren Fokus nochmal voll auf unsere starke Deckung legen. Und auf die ist in dieser Saison gottseidank immer verlass, wenn wir sie brauchen,“ verriet Trepper am Ende auch mit ein wenig Stolz und freut sich nun mit seiner jungen Truppe zunächst einmal auf das Auswärtsspiel am Samstag in Hagen, die den Klassenerhalt auch noch nicht ganz sicher haben. „Die Halle dort ist immer mit 300 bis 400 Zuschauern voll besetzt. Und da Hagen’s letztes Heimspiel der Saison ist und sie noch mindestens einen Punkt zum Klassenerhalt brauchen, wird dort sicher die Bude brennen“, glaubt Trepper und weiß aber auch, „dass unsere Jungs das nach dem FriPe-Derby auch richtig geil finden, vor großer Kulisse zu spielen!“
Tor: Röder, Fröhlich – Feld: Smit (1), Roßkamp, Felgner (2), Kruse (5), Max Trepper (3/1), Nadzyn (6/3), Wiechert, Stolle (4), Lüschen (3).
Strafwürfe: VfL: 4/6 (Nadzyn scheitert zweimal) – SG: 3/5 (Röder und Fröhlich halten je einmal)
Zeitstrafen: VfL: 3 (Felgner 2, Kruse 1) – SG: 5